Barfusslaufschuhe

Barfußschuhe - die Vor- und Nachteile

Der Fuß ist eines unserer wichtigsten, am meisten belasteten, und wohl mit Abstand am wenigsten beachteten Körperteile. Unsere Füße tragen uns durch die Welt, den ganzen Tag, unser ganzes Leben lang. Dabei lastet bei jedem Schritt das mehrfache unseres Körpergewichtes auf ihnen, und den vielen kleinen Knochen im Innern des Fußes. Zum Schutz dieses empfindlichen Körperteiles wurden irgendwann in der Geschichte die ersten Schuhe entwickelt - und wurden zu den klobigen und völlig unflexiblen oder gar abenteuerlich hohen und völlig an der Anatomie vorbei designten Schuhen heutiger Tage.

Was sind Barfußschuhe

Als Barfußschuhe werden verschiedenste Schuhe bezeichnet, denen gemein ist, dass sie dem natürlichen, dem barfüßigen Gang möglichst Nahe kommen wollen. Typischerweise sind Barfußschuhe mit einer deutlich flexibleren Sohle ausgestattet, durch die sich der Schuh den Bewegungen des Fußes (besonders beim abrollen) gut anpassen kann. Teilweise werden auch besondere vorgeformte Fußbetten verwendet, um das Gefühl des Barfußlaufens möglichst gut zu imitieren. Ein anderer Ansatz ist, den Schuh möglichst dünn und so flexibel zu gestalten, dass nur noch eine wenige Millimeter dünne, schützende Schicht den Untergrund vom Boden trennt.

Wozu werden Barfußschuhe verwendet

Seit Jahren gibt es eine eingefleischte Fraktion der Barfußläufer, die bei jedem Wetter und (zumindest die unerschütterlichsten) in jeder Jahreszeit Barfuß laufen gehen. Problematisch wird das bei verdreckten Laufwegen: Hundekot, Glassplitter, spitze Steine und mehr können einen geplanten, entspannten Lauf schnell zu einem Spießrutenlauf werden lassen, der im schlimmsten Fall beim Arzt endet. Hier leisten Barfußschuhe gute Dienste, da sie den Fuß vor Schaden und Verletzungen bewahren können.

Barfußschuhe sind keine Alltagsschuhe

Barfußschuhe sind Trainingsgeräte. Durch ihre flexible Form und die fehlende Stützfunktion, welche viele Laufschuhe bieten, muss die Muskulatur der Füße und Beine viel mehr arbeiten. Durch die weniger flache Sohle wird die Angelegenheit zusätzlich wackeliger, was Gleichgewicht und Koordination schult. Das funktioniert aber nur in Bewegung. Wer lange steht, braucht eine gute Unterstützung und ein gutes Fußbett, um den Fuß nicht im wahrsten Sinne des Wortes "platt" zu stehen. Im Alltag, in dem die meisten Menschen eher stehen oder sitzen, als zu laufen, sind Barfußschuhe (vorausgesetzt sie haben kein extra geformtes Fußbett) nicht zu empfehlen.