Intervalltraining beim Laufen

Vorteile dieser speziellen Trainingsmethodik

Das so genannte Intervalltraining ist eine spezielle Trainingsmethodik, welche insbesondere von fortgeschrittenen Sportlern und Profis eingesetzt wird. Das Intervalltraining kennzeichnet sich durch aufeinanderfolgende Belastungs- und Erholungsphase (Intervalle) mit unterschiedlicher Trainingsintensität. Die auf die Belastungsphasen folgenden Erholungsphasen sind dabei gemessen an Dauer und Intensität so gestaltet, dass sich der Körper im Laufe einer Erholungsphase nur geringfügig erholen kann. Die Belastungen sind dadurch sehr hoch, was das Intervalltraining zu einer äußerst anstrengenden, aber ebenso effektiven Trainingsmethode macht. Doch worin liegen die genauen Vorteile des Intervalltrainings und warum sollten auch Hobby- und Freizeitläufer regelmäßig mit dieser Trainingsmethodik trainieren?

Intervalltraining fördert Kraftausdauer, maximale Sauerstoffaufnahme und Laktattoleranz

Die wechselnde Trainingsintensität des Intervalltrainings ist sehr förderlich für die Kraftausdauerleistung, da sämtliche Geschwindigkeitsbereiche durch das Intervalltraining angesprochen werden können. In der Erholungsphase, welche beispielsweise mit einer Intensität von 30 bis 40 Prozent absolviert werden kann, wird vor allem die Grundlagenausdauer verbessert, während in der Belastungsphase, mit einer Intensität von beispielsweise 80 bis 90 Prozent, die Schnelligkeitsausdauer gefördert wird. Anders ausgedrückt: Das ständige Wechseln zwischen Joggen und Sprinten erfordert wirklich sehr viel Kraft und da die Atmung, welche beim Laufen sehr wichtig ist, immer wieder durcheinander gebracht wird, verbessert der trainierende Sportler auch hier seine Fähigkeiten. Dies hat vor allem etwas mit einer Steigerung der maximalen Sauerstoffaufnahme zu tun. Je mehr Sauerstoff der Körper unter maximaler Belastung verwerten kann, desto höher ist die VO2max (maximale Sauerstoffaufnahme). Der Wert kann als Kriterium zur Bewertung der allgemeinen Ausdauerfähigkeit verwendet werden und zur Verbesserung der VO2max ist das Intervalltraining aufgrund der Belastungsphasen mit hoher Intensität sehr gut geeignet. Auch die Laktattoleranz sowie die Fähigkeiten des Körpers zum Laktatabbau können durch Intervalltraining verbessert werden.

Das Intervalltraining - unverzichtbar für die sportartenspezifische Wettkampfvorbereitung von Profis

Als Erfinder des Intervalltrainings gilt der tschechische Leichtathlet Emil Zátopek, welcher insbesondere als Langstreckenläufer sehr erfolgreich war. Der mehrfache Olympiasieger Zátopek war seinen Gegnern aus heutiger Sicht insbesondere aufgrund seines trainingsmethodischen Wissensvorsprungs überlegen. Das Intervalltraining wird auch in der modernen Wettkampfvorbereitung immer noch eingesetzt, beispielsweise von Sprintern, Mittelstrecken-, Langstreckenläufern oder auch Radsportlern. Aufgrund der unvollständigen Erholung des Körpers während der Erholungsphasen, sind die in der Belastungsphase freigesetzten Trainingsreize besonders stark. Durch das Intervalltraining können Leistungssportler auch ihr Tempogefühl verbessern, welches insbesondere für die Teilnahme an Wettkämpfen besonders wichtig ist, um Kraftreserven einteilen zu können. Für Hobby- und Freizeitsportler ist
das Intervalltraining weiterhin besonders interessant, da es neben der Verbesserung der Ausdauerfähigkeit, aufgrund der hohen Belastungen natürlich zu einer hohen Kalorienverbrennung kommt. Wer durch das Lauftraining eine Gewichtsreduktion anstrebt und dennoch nicht länger als eine Stunde unterwegs sein möchte, kann optimal auf das Intervalltraining zurückgreifen, da hier innerhalb von kürzester Zeit sehr viele Kalorien verbrannt werden können.