Vorbereitung auf einen Wettkampf

Mentale Stärke für Ausdauersportler

Wie bereitet man sich am besten auf einen Wettkampf vor?

Da sich Ausdauersportler, beispielsweise Marathonläufer oder Radsportler, während des Trainings oder eines Wettkampfes oftmals stundenlang allein auf weiter "Flur" befinden, ist mentale Stärke für diese Sportler von enormer Bedeutung. Wenn ein Marathonläufer nach unzähligen gelaufenen Metern nicht an sich und sein Leistungsvermögen glaubt, dann hat er ein ernstes Problem, ebenso darf es nicht passieren, dass sich ein Sportler einredet, dass er einfach nicht mehr kann, denn in einem solchen Fall kommen Muskelkrämpfe und Ermüdungserscheinungen wie "Seitenstiche" schneller als man denkt. Das Zusammenspiel von Geist und Körper ist im Ausdauersport unglaublich wichtig, doch wie bereiten sich Ausdauersportler am besten auf die enormen Belastungen eines Wettkampfes vor?

Entspannung und Ruhe in Phase 1

Die psychische Wettkampfvorbereitung eines Ausdauersportlers kann man in zwei Phasen unterteilen. In der ersten Phase, welche schon einige Wochen vor dem Wettkampf beginnt, sollte der Sportler versuchen nach dem Training bestmöglich abzuschalten und alles um ihn herum zu vergessen. Entspannung und Ruhe sind in dieser Phase enorm wichtig, denn wenn ein Läufer beispielsweise zu diesem Zeitpunkt immer wieder daran denkt, dass er am Tag X seine Wettkampfzeit erreichen und sich hierfür noch um einige Minuten verbessern muss, dann kann es ganz schnell zu inneren Blockaden kommen. In der ersten Phase ist es einfach nur wichtig, dass der Sportler seinen Trainingsverpflichtungen nachkommt und seinem Körper als auch seinem Geist anschließend ausreichend Zeit zur Entspannung gibt.

Vollkommene Fokussierung unmittelbar vor Wettkampf

In der zweiten Phase der psychischen Wettkampfvorbereitung wird der Wettkampf am Tag X bewusst fokussiert und die volle Konzentration wird dem Beginn des Wettkampfes gewidmet. In dieser Phase kennt der Athlet bereits seine Trainingsleistungen und er weiß in was für einer Form er sich befindet. Unabhängig davon, ob er die Form erreichen konnte, die er sich zu Beginn des Trainings erhofft hat, muss er sich in dieser Phase psychisch stark machen. Er muss an sich glauben und sich immer wieder vor Augen halten, dass er es schaffen wird. In dieser Phase kann beispielsweise Musik ein sehr guter Motivator sein und während man sich in der ersten Phase noch mit Sauna- und Spaziergängen entspannt hat, sind in der zweiten Phase, einige Tage vor dem Beginn des Wettkampfes, sämtliche Aktivitäten empfehlenswert, welche den Sportler "heiß" auf den Wettkampf machen und den "Erfolgshunger" in ihm wecken. Der Athlet muss mit einer 110-prozentigen Motivation in den Wettkampf gehen, mit der festen Überzeugung, dass er seine angestrebte Leistung abrufen und die Konkurrenz auf die Plätze verweisen wird. Auch wenn die Trainingsvorbereitung vielleicht nur durchschnittlich verlief, ein bis in die Haarspitzen motivierter Sportler kann mit Kampfgeist und Willenskraft alles erreichen.